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Zum Namen Leo

Papst Leo XIV. hat 13 Amtsvorgänger, die ebenfalls den Namen Leo trugen. Durch seine Namenswahl stellt er sich in besonderer Weise in deren Tradition. Von ihnen sind einige besonders bekannt.

Als erster ist der Heilige Leo I. (440–461) zu nennen, der neben Papst Gregor I. der einzige Papst ist, der offiziell als „der Große“ bezeichnet wird. Er gilt als entscheidende Stimme dafür, dass die Zwei-Naturen-Lehre beim Konzil von Chalcedon (451) angenommen wurde. Sie betont Christus als wahren Gott und wahren Menschen. Auch in anderen kirchlichen und politischen Themen seiner Zeit übte er großen Einfluss aus.

Der Heilige Leo III. (795–816) war besonders für Zentraleuropa von Bedeutung. Er war der Papst, der die Kaiserkrönung Karls des Großen vornahm und somit das Papsttum und das Herrscherhaus der Franken für lange Zeit eng verband.

Ebenfalls untrennbar mit der Geschichte Deutschlands verknüpft ist Papst Leo X. (1513–1521). In seine Regierungszeit fiel die Veröffentlichung der Thesen Martin Luthers, erste Diskussionen über sie und der Ketzerprozess gegen den Reformator.

Papst Leo XIII. (1878–1903), der bislang letzte der Leo-Päpste, schaffte es, den Heiligen Stuhl international neu zu positionieren, nachdem wenige Jahre vor seinem Pontifikat das Ende des alten Kirchenstaats durch die italienische Einigung gekommen war. Auch in der Sozialen Frage und der katholischen Soziallehre meldete er sich entscheidend zu Wort, nicht zuletzt durch die Enzyklika „Rerum novarum“, ebenso wie in vielen weiteren theologischen Fragestellungen.

Schließlich spielt Papst Leo XIV. mit seinem Namen eventuell auch darauf an, Positionen, Denkweisen und Projekte seines direkten Vorgängers, Papst Franziskus, fortführen zu wollen. Einer der wichtigsten Vertrauten des Heiligen Franz von Assisi hieß Leo, was eine Kontinuität des Papstamtes unabhängig vom jeweiligen Amtsinhaber andeuten könnte.

Christian Ganser