Bamberg. (bbk) Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat den Gedanken vom „guten Tod" in den Mittelpunkt seiner Karfreitagspredigt gestellt und dabei jeglicher Form von aktiver Sterbehilfe eine Absage erteilt. „Vom guten Tod sprechen wir, wenn die Angehörigen und das Pflegepersonal beim Sterbeprozess dabei bleiben, bis zum Ende die Hand halten, gut zusprechen, beten oder in Stille begleiten", erläuterte Schick. Auch die Ärzte seien wichtig für den guten Tod. Die Palliativmedizin ermögliche heute, die Schmerzen von Todkranken auf ein Minimum zu reduzieren. Auch der grausame Tod Jesu am Kreuz habe einen tröstlichen Aspekt: Unter dem Kreuz standen Maria und Johannes sowie andere Frauen, die durch ihre Gegenwart und Worte Jesus trösteten.
Bamberg (bbk). Erzbischof Ludwig Schick hat am Gründonnerstag die Bedeutung der Caritas, das lateinische Wort für Liebe, betont. „Machen wir uns bewusst, dass es ohne die Liebe Christi keine Kirche gäbe und wir uns ohne die Liebe zum Nächsten nicht Christen nennen können", predigte der Erzbischof im Bamberger Dom. „Keiner kann Gott lieben, der nicht den Nächsten liebt wie sich selbst." Nächstenliebe sei zuerst eine Sache des Willens, der sich entschließt Gott zu lieben und den Nächsten, woraus dann konkrete Taten der Caritas werden. Schick verwies darauf, dass die Caritas kein Anhängsel an „das Eigentliche der Kirche" sei, sondern mit Liturgie und Verkündigung zum „Kerngeschäft der Kirche" gehöre. „Keine dieser drei Seiten darf fehlen, weil sonst das ‚gleichschenklige Dreieck Kirche' in sich zusammenfällt", sagte Bischof Schick.
Bamberg (bbk). Firmlinge und Priester gehören nach Worten von Erzbischof Ludwig Schick zusammen und sind durch den Heiligen Geist miteinander verbunden. „Das heilige Chrisam verbindet euch“, betonte der Oberhirte. „Ihr Firmlinge empfangt durch das heilige Chrisam den Heiligen Geist, damit ihr von Kopf bis Fuß von ihm erfüllt seid. Wir Priester sind auch Gefirmte. Zusätzlich wurden unsere Hände mit dem Chrisam gesalbt, damit alles, was wir tun, für die Menschen heilsam ist.“
Bamberg (bbk). Erzbischof Ludwig Schick hat zum Gebet für die Christen im Heiligen Land aufgerufen und den Krieg in Syrien als „Menschheitskatastrophe" bezeichnet. „Gott sei Dank hat sich die Bundesregierung endlich entschlossen, auch syrische Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen", sagte Schick in seiner Predigt am Palmsonntag in Bamberg. Bis zu 100.000 Menschen hätten in dem zweijährigen Bürgerkrieg in Syrien bereits ihr Leben verloren, unzählige seien auf der Flucht. Auch Syrien sei Teil des Heiligen Landes, für das die Kirche am Palmsonntag in den Gottesdiensten um Spenden bittet.
Bamberg/Meschede. (bbk) Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat die verschiedenen Strömungen in der Kirche zu „Freiheit im Gehorsam“ aufgerufen. Der neue Papst Franziskus habe bereits als Bischof in Buenos Aires viel Freiheit gelassen: „Nicht Laissez faire, sondern Freiheit, die dem Einzelnen etwas zutraut und die weiß, dass wahre Freiheit die Ermöglichung ist, das Wahre, Gute und Schöne zu erreichen für den Einzelnen und für alle Menschen, wie es Jesus gewollt hat.“ Papst Franziskus mache in dieser Hinsicht Mut, die ganze Kirche setze viel Hoffnung auf den neuen Papst, der von seinem Vorgänger ein großes geistliches Erbe übernehme.
Bamberg. (bbk) Mit der Wahl von Jorge Mario Kardinal Bergoglio SJ aus Argentinien zum neuen Papst Franziskus wird nach Ansicht des Bamberger Erzbischofs Ludwig Schick deutlich, dass sich die Kirche über Europa hinaus entwickelt hat. „Das Christentum ist seit über 500 Jahren in Lateinamerika präsent und hier sehr lebendig“, sagte der Bamberger Oberhirte nach der Wahl des Jesuiten zum neuen katholischen Kirchenoberhaupt. Für einen afrikanischen Papst sei die Zeit wohl noch nicht reif gewesen, sagte Erzbischof Schick.
Christliche Feste neu entdecken: Familien sind eingeladen, unter dem Motto "Familien feiern Kirchenjahr" ein Jahr lang kirchliche Feste zu feiern. Sie erhalten dazu Anregungen und Informationen zu 24 ausgewählten Tagen des Kirchenjahres. Die Unterlagen enthalten Texte, die die Bedeutung des jeweiligen Festes erschließen und Anregungen für die gemeinsame Gestaltung geben.